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Weingut Weine
Die berühmte italienische Adelsfamilie in der Toskana widmet sich bereits seit 26 Generationen dem Weinbau. Die Familie zählt zu den größten und bedeutendsten Wein-Produzenten und Handelshäusern Itali...
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Verkostete Weine

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Die Weine halten konstant hohes Niveau und gehören in der Regel zu den besten ihrer jeweiligen Kategorie im Gebiet. Schwächen gibt es kaum, können in problematischen Jahrgängen jedoch vorkommen. Diese müssen in guten Jahren mit besonders überzeugenden Sortimenten ausgeglichen werden, damit ein Betrieb den Status halten kann. In aller Regel kann man hier blind kaufen.
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0.75 L
2012 Brunello di Montalcino DOCG Riserva, Vignaferrovia
Bis 100,00 €
Beschreibung: Nussiger und etwas unterholziger Duft nach reifen roten und auch schwarzen Beeren mit erdigen, jodig...
0.75 L
2013 Brunello di Montalcino DOCG, Pian delle Vigne
Bis 50,00 €
Beschreibung: Etwas tabakiger, nussiger und unterholziger Duft nach reifen schwarzen und roten Beeren mit getrockn...
0.75 L
2012 Brunello di Montalcino DOCG, Pian delle Vigne
Beschreibung: Nussiger, erdiger und leicht getrocknet-pflanzlicher bis tabakiger Duft mit Beerentönen, Kräutern, k...
0.75 L
2009 Chianti Classico DOCG Riserva, Marchesi Antinori
Bis 20,00 €
Beschreibung: Klarer, etwas entwickelter Duft nach schwarzen und etwas roten Beeren mit Kirscharomen sowie leicht...
0.5 L
2008 Umbria IGT passito, Muffato della Sala, Castello della Sala
49,80 €
Beschreibung: Zart kräuteriger, kandiert-nussiger und leicht gewürziger Duft nach teils kandierten, teils eingemac...
0.75 L
2011 Umbria IGT, Cervaro della Sala, Castello della Sala
47,50 €
Beschreibung: Holzwürziger und zart nussiger Duft nach gelben Früchten mit getrocknet-pflanzlichen und erdigen Tön...

Die berühmte italienische Adelsfamilie in der Toskana widmet sich bereits seit 26 Generationen dem Weinbau. Die Familie zählt zu den größten und bedeutendsten Wein-Produzenten und Handelshäusern Italiens. Begründer war Giovanni di Piero Antinori im Jahre 1385, in dessen Lebenszeit auch der Aufstieg der Familie der Medici in Florenz zählt. Die Stadt war damals durch eine lange Zeit kriegerischer Wirren und mehrerer Pestwellen gegangen. Die Weinproduktion bildete zusammen mit dem Seidenhandel und dem internationalen Bankgeschäft die dritte Säule der Familien-Aktivitäten. Niccolò Antinori erwarb im Jahre 1506 den 1469 erbauten Renaissancepalast an der Piazza degli Antinori. In der Folge wurden in der Toskana Weinberge und kleine Landgüter erworben. Im Jahre1863 gründeten die Brüder Piero und Ludovico zusammen mit ihrem Schwager Guglielmo Guerrini die „Fattorie dei Marchesi Antinori“, in der die großen vier toskanischen Güter der Familie zusammengefasst wurden. Bei einer Reise in die Champagne im Jahre 1905 wurde Lucien Charlemagne (einer der Chefs de Caves) engagiert, der den ersten Schaumwein des Hauses nach der Méthode traditionnelle kreierte. Ein nächster Meilenstein war 1928 der Chianti „Villa Antinori“, der mit einem damals in der Toskana neuartigen, langlebigen Stil vinifiziert wurde.

Palazzo Antinori und  Antinori Wappen

Jüngere Geschichte

Niccolò Antinori legte mit hochwertigem Chianti- und Orvieto-Weinen die Basis für höchste Qualität und baute trotz der Wirren des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) das Unternehmen erfolgreich weiter aus. Im Jahre 1968 übernahm sein Sohn Marchese Piero Antinori (*1938) die Leitung. Er gilt als Leitfigur der önologischen Revolution in Italien auch im Zusammenhang mit den sogenannten Super-Toskanern, der die Qualität der italienischen Weine wesentlich beeinflusst hat. Neben vielen anderen Innovationen experimentierte er als einer der ersten mit Barrique-Ausbau. Im Jahre 1961 wurde von ihm der junge Önologe Giacomo Tachis (1933-2016) eingestellt, der bereits zu Lebzeiten legendären Ruhm erworben hat. Dieser gab unter anderem den Anstoß zur Verwendung der Rebsorte Cabernet Sauvignon im Chianti-Gebiet. Seine Nachfolge hat im Jahre 1992 Renzo Cotarella angetreten.

Antinori - Marchese Piero Antinori mit Töchtern Albiere, Allegra und Alessia

Durch anhaltende Regengüsse kam es 1966 zu einem großen Unglück. Die über die Ufer tretenden Wasser des Arno ergossen sich in die Antinori-Weinkeller. Dabei wurde nicht nur eine beträchtliche Menge Wein vernichtet, sondern auch giftige Chemikalien eingebracht. Die schwere Krise war der Anlass, das Haus komplett zu erneuern. Als Berater wurde der französische Önologe Émile Peynaud (1912-2004) engagiert, der unter anderem temperaturgesteuerte Edelstahltanks einführt. Zu dieser Zeit wurde der später berühmte Tignanello nach Vorbild des von Pieros Onkel Nicolò Incisa produzierten Sassicaia kreiert. Die beiden Weine gelten als Beginn der Super-Toskaner-Ära.

Die drei Töchter Albiera, Allegra und Alessia folgen der Familientradition und sind in verschiedenen Funktionen tätig. Sie haben die operativen Geschäfte von Ihrem Vater übernommen. Das Unternehmen umfasst heute 14 Weingüter in Italien mit 20 weltweiten Joint Ventures. Dies sind Weingüter und Kellereien in Apulien, Piemont, Toskana und Umbrien sowie auch in Kalifornien. Die Gesamtrebfläche umfasst rund 1.200 Hektar. Der Gesamtbesitz ist aber weit größer. Auf einigen Gütern wird neben Wein auch Olivenöl erzeugt. Zum Besitz zählen auch die Nobel-Restaurants „Cantinetta Antinori“ in Florenz, Zürich, Wien und Moskau sowie „Procacci“ in Florenz, Wien und Singapur. Das Unternehmen Antinori ist Mitglied der renommierten Familienweingüter-Vereinigung PFV (Primum Familiae Vini).

Weingüter und Joint Ventures

Die Tenuta Tignanello ist die Zentrale des Unternehmens. Das Weingut wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von einer Nebenlinie des Medici-Geschlechtes gekauft und liegt im Herzen von Chianti-Classico, 30 Kilometer südlich von Florenz. Die zwei Spitzenlagen heißen Tignanello (57 ha in offener Südost-Lage) und Solaia (20 ha daran anschließend). Das 2013 fertiggestellte Headquarter „Bottega Cantina Antinori“ in Bargino an der Schnellstraße von Florenz nach Siena gilt als Wahrzeichen der Region. Im Keller in Bargino entstehen der „Villa Antinori“, der „Chianti Classico Peppoli“, der „Chianti Classico Riserva Marchesi Antinori“ und der „Vin Santo del Chianti Classico“.

Fünf Kilometer nördlich von Tignanello liegt die 1985 anlässlich des 600-Jahre-Jubiläums der Familie Antinori erworbene Tenuta di Pèppoli. Die Rebflächen umfasseHektar, die hauptsächlich mit Sangiovese, sowie kleinen Mengen von Syrah und Merlot bestockt sind. Hier wird auch Olivenöl erzeugt. Das dritte Standbein im Chianti Classico ist das Weingut Badia a Passignano, drei Kilometer südlich von Tignanello in der Nähe von Santa Cristina. Das Gut wurde 1987 erworben. Der Heilige Giovanni Gualberto gründete hier im Jahre 1049 den Vallombroser Orden, eine Abzweigung der Benediktiner, die sich auf Weinbau und Forstwirtschaft spezialisierten. Hier wurde 1983 eine fossile Vitis vinifera gefunden. Von den 223 Hektar dienen 56 dem Weinbau und sind vor allem mit Sangiovese bestockt. Spitzenwein ist der „Chianti Classico Badia a Passignano Gran Selezione“. 

Das Gut Guado al Tasso (Furt des Dachses) liegt bei Bolgheri an der toskanischen Küste und umfasst 300 Hektar Rebfläche. Es wird der DOC-Weißwein Bolgheri und der nach dem Gut benannte Rotwein (eine Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot sowie kleinem Anteil Petit Verdot) produziert. Daneben werden noch der Rosé „Scalabrone“ und der Weißwein „Vermentino“ erzeugt. Im Jahre 1994 wurde hier eine Rebschule zwecks Vermehrung auch für die anderen Güter.  In unmittelbarer Nachbarschaft liegt das Gut Ornellaia, welches früher Lodovico Antinori (jüngerer Bruder von Piero Antinori) gehörte. Und ebenfalls nicht weit davon befindet sich das Gut Biserno, das erste gemeinsame Projekt der Brüder Antinori, unter der Leitung von Lodovico.

In liegt das im Jahre 1990 erworbene Weingut La Braccesca. Die Rebflächen umfassen 240 Hektar. Hier werden unter anderem ein Vino Nobile di Montepulciano, der Rosso di Montepulciano „Sabazio“, sowie die zwei Syrah „Achelo“ und erzeugt werden. Nahe Cortona befindet sich das Gut Santa Cristina, wo Weine unter dieser Marke erzeugt werden. In Montalcino befindet sich das im Jahre 1995 erworbene und nach einem Bahnhof benannte Weingut Pian delle Vigne mit einem Brunello di Montalcino und dem Riserva „Vignaferrovia“. Ganz im Süden der Toskana liegen in der Maremma die Fattoria Aldobrandesca bei Sovana sowie das Weingut Le Mortelle.

Das nach der mittelalterlichen Burg benannte Gut Castello della Sala nahe der historischen Stadt Orvieto in Umbrien wurde 1940 gekauft. Auf den 160 Hektar Rebflächen werden die Sorten Procanico, Grechetto, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Pinot Nero (Pinot Noir) kultiviert. Hier wird der Weißwein „Cervaro della Sala“ und ein Orvieto-Classico produziert. Weitere Weingüter sind Prunotto (Piemont), Tormaresca mit den zwei Kellereien Tenuta Bocca di Lupo und Masseria Maìme (Apulien) sowie Montenisa mit einem Schaumwein Franciacorta (Lombardei).

In Übersee gibt es Joint Ventures bzw. Beteiligungen an den kalifornischen Weingütern Antica im Napa Valley und Stags’ Leap Winery, Col Solare in Washington, Haras de Pirque in Chile ( mit Top-Wein „Albis“ nach dem Spitznamen von Albiera Antinori), Tuzko in Ungarn, Meridiana auf Malta und Vitis Metamorfosis in Rumänien. Das ehemals dem Konzern Ruffino und nachher Francesco Giuntini-Antinori gehörende Weingut Selvapiana in Pontassieve mit 40 Hektar ist nun in Besitz von Stucchi Prinetti, einem weiteren Antinori-Zweig.

Palazzo Antinori: Von Sailko - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link  
Wappen: Von I, Sailko, CC BY 2.5, Link
Familie Antinori: HAWESKO

Antinori Marchesi Region: Italien Toskana
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