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Weingut Geheimer Rat Dr. v. Bassermann-Jordan GmbH
Die Geschichte der berühmten Familie ist untrennbar mit der Geschichte des deutschen Qualitäts-Weinbaus verbunden. Die Vorfahren waren hervorragende Winzer, Kunstkenner, Wein-Fachleute und aktiv im p...
Name: Weingut Geheimer Rat Dr. v. Bassermann-Jordan GmbH
Adresse: Addresse 67146 Deidesheim, Deutschland
Anbaugebiet: Pfalz
Anbaufläche: 49 ha
Inhaber: Jana Niederberger
Geschäftsführer: Gunther Hauck (kaufm.), Ulrich Mell (techn.)
Telefon: Telefon
Fax: Fax
Social Media:
Verbände: VDP
Öffnungszeit:
Öffnungszeiten: Mo.-Fr.: 8.00-18.00 Uhr, sowie Sa., So. und an Feiertagen von 10.00-15.00 Uhr
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Produzent von erstklassigen Weinen, die auch im internationalen Vergleich regelmäßig zu den besten ihrer Art gehören. Mittelmäßige Weine sind selten, echte Schwächen gibt es so gut wie nie. Auch in schwierigen Jahren entstehen hier regelmäßig erstklassige Qualitäten.
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0.375 L
2018 Goldmuskateller Eiswein VDP.Gutswein
65,00 €
89 WP - Sehr gut
Beschreibung: Straffer, deutlich vegetabiler, an kandierten Rettich erinnernder Duft nach teils eingemachten gelbe...
0.75 L
2013 Forst Pechstein Riesling Grosses Gewächs trocken
87 WP - Sehr gut
Beschreibung: Eher herber, deutlich pflanzlicher bis kräuteriger und leicht floraler Duft mit hellen gelbfruchtige...
0.75 L
2008 Forst Pechstein Riesling Grosses Gewächs trocken
92 WP - Hervorragend
Beschreibung: Straffer Zitrus-Steinobstduft mit kräuterigen und leicht floralen Noten, ein wenig Kandis und deutli...
0.75 L
2010 Forst Pechstein Riesling Grosses Gewächs trocken
33,00 €
87 WP - Sehr gut
Beschreibung: Eher kühle, herb-pflanzliche Nase nach Zitrusfrüchten und Steinobst mit floralen Nuancen und Mineral...
0.75 L
2018 Chardonnay VDP.Gutswein trocken -S-
19,50 €
88 WP - Sehr gut
Beschreibung: Kühle, feste, recht hefige und fein-vegetabile Nase mit hellen gelbfruchtigen Aromen, deutlicher Min...
0.75 L
2018 Deidesheim Langenmorgen Weißburgunder Grosses Gewächs trocken
30,00 €
89 WP - Sehr gut
Beschreibung: Nussiger, leicht gelb-gewürziger und etwas vegetabiler Duft mit gelbfruchtigen Aromen, etwas Holz, a...

Bassermann-Jordan Die Geschichte der berühmten Familie ist untrennbar mit der Geschichte des deutschen Qualitäts-Weinbaus verbunden. Die Vorfahren waren hervorragende Winzer, Kunstkenner, Wein-Fachleute und aktiv im politischen Leben als Bürgermeister, Abgeordnete und als Weinbuch-Autoren tätig. Ursprung ist der Ketschauerhof, der bereits im Jahre 1250 erwähnt wurde.

Im Jahre 1783 erbaute Johann Peter Jordan (dessen Vater 1708 aus Savoyen eingewandert war) in Deidesheim nördlich von Neustadt an der Weinstraße ein Anwesen mit Kellerei, das bis heute Mittelpunkt geblieben ist. Andreas Jordan (1775-1848) gilt als Begründer des Weingutes und auch des Qualitätsweinbaus in der Pfalz. Dieser kaufte den Ketschauerhof nebst einigen besten Lagen. Aus dieser Zeit ist ein Brief erhalten, mit dem J. W. von Goethe (1749-1832) im Jahre 1820 beim Weingut Bassermann den von ihm öfters gelobten auch als Kometenwein bezeichneten 1811er für einen Kuraufenthalt bestellte.

Andreas Jordan legte großen Wert auf die Anpflanzung nur hochwertiger Rebsorten, vor allem des Rieslings und (gegenüber dem damals üblichen Gemischten Satz) sorgfältiger Trennung der Gewächse. Erwähnenswert sind vor allem die umfangreichen Verbesserungen der Weingärten, indem man aus Nordhängen mit großen Erdbewegungen Südhänge machte, Südhänge künstlich erhöhte und viele Lagen drainagierte. Ihm folgte sein Sohn Ludwig Andreas (1811-1883), der die Tradition fortsetzte und mit seinen in fünf Sorten ausgelesenen 1852er-Weinen Aufsehen erregte. Sein Nachfolger wurde sein Schwiegersohn Emil Bassermann-Jordan (1835-1915).

Dessen Bruder Otto war Freund und Verleger von Wilhelm Busch (1832-1912), der an diesen schrieb: „Der Deidesheimer ist mir ein wahres Labsal - aber - nur noch 17 Flaschen. Ich denke, Du kannst mir, Deiner Noblesse, unbeschadet, auch mal gegen Zahlung eine Partie besorgen. Nur bald - So Gott will - komme ich im Herbst und freue mich drauf“. Danach folgten dann Ludwig (1869-1914) und Friedrich (1872-1959), die gemeinsam das Gut leiteten. Dr. jur. Friedrich von Bassermann-Jordan veröffentlichte 1907 sein bis heute als Standardwerk geltendes Buch „Die Geschichte des Weinbaus“ in drei Bänden. Die zweite erweiterte Auflage folgte 1923.

In der Folge veröffentlichte er unzählige weitere weinhistorische Arbeiten, wurde zur international anerkannten Autorität als Weinbau-Historiker, übte jahrzehntelang maßgeblichen Einfluss auf den gesamten deutschen Weinbau aus und erhielt zahlreiche Ehrungen und Titel, zum Beispiel Präsident des Bayerischen und Vizepräsident des Deutschen Weinbauverbandes (DWV). Friedrich von Bassermann-Jordan beeinflusste auch maßgeblich das erste deutsche Weingesetz. Anlässlich seines 85. Geburtstages stiftete die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) die „Friedrich v. Bassermann-Jordan-Medaille“, welche an höchstens zehn lebende Persönlichkeiten verliehen werden darf, die sich „hervorragende Verdienste um die deutsche Weinwirtschaft“ erworben haben.

Sein Sohn Ludwig von Bassermann-Jordan (1924-1995) leitete ab dem Jahre 1959 das Weingut und förderte besonders die Weinbau-Fachkräfte-Ausbildung. Nach seinem Tode übernahm seine Witwe Margrit von Bassermann-Jordan die Führung. Im Jahre 2002 wurde das Weingut an den Neustadter Unternehmer Achim Niederberger verkauft. Nach seinem Tod 2013 wird der Betrieb von Jana Niederberger zusammen mit Ulrich Mell (technischer Geschäftsführer seit 1997) und Gunther Hauck (kaufmännischer Geschäftsführer seit 1998) geleitet. Heute umfasst das Weingut 50 Hektar Rebfläche in den Einzellagen Grainhübel, Herrgottsacker, Hohenmorgen, Kalkofen, Kieselberg, Langenmorgen, Leinhöhle, Mäushöhle, Paradiesgarten (Deidesheim), Hoheburg, Reiterpfad, Spieß (Ruppertsberg), sowie Freundstück, Jesuitengarten, Kirchenstück, Pechstein, Stift, Ungeheuer (Forst).

Sie sind mit den Weißweinsorten Riesling (90%), Chardonnay, Weißer Burgunder (Pinot Blanc) und Grauer Burgunder (Pinot Gris), sowie den Rotweinsorten Spätburgunder (Pinot Noir) und Merlot bestockt. Der Keller des Weingutes hat eine Sonderstellung, denn hier entstand im Verlaufe der Jahrhunderte ein Wein-Museum mit unzähligen, wertvollsten Artefakten. Es beinhaltet römische Amphoren aus dem 1. bis 3. Jahrhundert, Zinnflaschen aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, einen 1706er-Wein, einen der legendären 1811er Forster Ungeheuer sowie lückenlos alle Jahrgänge seit den 1880er Jahren. Die Weine der privaten Sammlung sind unverkäuflich.

Weingut Geheimer Rat Dr. v. Bassermann-Jordan GmbH Region: Deutschland Pfalz Mittelhaardt/Deutsche Weinstraße
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