Frankreich

Burgund 127 Anbaugebiete

Weinregionen in Burgund

Hautes Côtes de Nuits AOC
Vosne Romanee AOC
Meursault AOC
Charlemagne Grand Cru AOC
Chablis AOC
Nuits-Saint-Georges AOC
Pommard AOC
Petit Chablis AOC
Morey-St-Denis AOC
Gevrey-Chambertin AOC
Santenay AOC
Beaune AOC
Chambolle-Musigny AOC
Vougeot AOC
Chassagne-Montrachet Grand cruAOC
Volnay AOC
Savigny-Les-Beaune AOC
Aloxe-Corton AOC
Bouzeron AOC
Côtes de Beaune AOC
Saint-Aubin AOC
Givry AOC
Bourgogne AOC
Marsannay AOC
Mâcon-Fuisse AOC
Corton Charlemagne Grand cru AOC
Corton Grand cru AOC
Bonnes Mares Grand cru AOC
Musigny Grand cru AOC
Corton-Bressands Grand cru AOC
Echézeaux Grand Cru AOC
Auxey-Duresses AOC
Bâtard-Montrachet Grand cru AOC
Beaune Premier cru AOC
Bienvenues-Batard-Montrachet Grand cru AOC
Blagny AOC
Bonnes-Mares AOC
Bourgogne Aligote AOC
Bourgogne Cote Chalonnaise AOC
Bourgogne Grand Ordinaire AOC
Bourgogne Hautes-Côtes de Nuits AOC
Bourgogne Hautes-Côtes de Beaune AOC
Bourgogne Passetoutgrain AOC
Chablis Grand cru AOC
Chablis Premier cru AOC
Chambertin-Clos de Beze Grand cru AOC
Chapelle-Chambertin Grand cru AOC
Charmes-Chambertin Grand Cru AOC
Chevalier-Montrachet Grand cru AOC
Chevrey-Chambertin Grand cru AOC
Chorey-les-Beaune AOC
Clos de la Roche Grand cru AOC
Clos de Tart Grand cru AOC
Clos de Vougeot Grand cru AOC
Clos des Lambrays Grand cru AOC
Clos Saint-Denis Grand cru AOC
Côte de Beaune-Villages AOC
Côte de Nuits-Villages AOC
Criots-Bâtard-Montrachet Grand cru AOC
Echézeaux AOC
Fixin AOC
La Grande-Rue Grand cru AOC
Grands-Echézeaux Grand cru AOC
Griotte-Chambertin Grand cru AOC
Irancy AOC
Ladoix AOC
Latriciéres-Chambertin Grand cru AOC
Mâcon AOC
Mâcon-Villages AOC
Maranges AOC
Mazis-Chambertin Grand cru AOC
Mazoyeres-Chambertin Grand cru AOC
Mercurey AOC
Montagny AOC
Monthelie AOC
Montrachet Grand cru AOC
Pernand-Vergelesses AOC
Pouilly-Fuissé AOC
Pouilly-Loché AOC
Pouilly-Vinzelles AOC
Richebourg Grand cru AOC
La Romanée Grand cru AOC
Romanée-Conti Grand cru AOC
Romanée-Saint-Vivant Grand cru AOC
Ruchottes-Chambertin Grand cru AOC
Rully AOC
Saint-Bris AOC
Saint-Romain AOC
Saint-Veran AOC
La Tâche Grand cru AOC
Viré-Clessé AOC
Crémant de Bourgogne AOC
Puligny-Montrachet AOC
Chambolle-Musigny Premier cru AOC
Chambertin Grand cru AOC
Nuits-Saint-Georges Premier Cru AOC
Corton Maréchaudes Grand Cru AOC
Mercurey Premier Cru AOC
Pommard Premier cru AOC
Puligny-Montrachet Premier cru AOC
Bourgogne Côtes du Couchois AOC
Volnay Premier Cru AOC
Meursault Premier Cru AOC
Aloxe-Corton Premier Cru AOC
Vosne Romanée Premier Cru AOC
Bourgogne Chitry AOC
Bourgogne Côtes d´Auxerre AOC
Bourgogne Coulanges-La-Vineuse AOC
Bourgogne Épineuil AOC
Bourgogne La Chapelle Notre-Dame AOC
Bourgogne Le Chapitre AOC
Bourgogne Montrecul AOC
Bourgogne Tonnerre AOC
Bourgogne Vézelay AOC
Bourgogne Mousseux AOC
Savigny-Les-Beaune Premier Cru AOC
Fixin Premier Cru AOC
Macon-Berzé AOC
Chassagne-Montrachet Premier Cru AOC
Coteaux Bourguignons AOP
Macon-Cruzille AOC
Bourgogne Côte Saint-Jacques AOC
Montagny Premier Cru AOC
Vézelay AOC
Bourgogne Côte d’Or AOC
Macon-Pierreclos AOP
Macon Milly Lamartine AOP

Burgund - Beschreibung

Die Region im Osten Frankreichs umfasst 32.000 km². Die Hauptstadt ist Dijon, die Weinhauptstadt jedoch Beaune. Verwaltungsmäßig ist sie in die vier Départements Côte d'Or, Nièvre, Saône-et-Loire und Yonne gegliedert. Die Weinbauregion Burgund stimmt jedoch damit nicht überein. Das waldreiche Nièvre mit seinem Eichenholz für die Produktion von Barriquefässern zählt nämlich zur Weinbauregion Loire. Das im Süden liegende Département Rhône (nicht zu verwechseln mit der Weinbauregion Rhône), die Heimat des Beaujolais, besitzt große Eigenständigkeit. Verwaltungstechnisch gehört es zur Region Rhône-Alpes, wird aber zur Weinbauregion Burgund gerechnet. Das nördlich liegende Département Yonne mit dem Bereich Chablis wird auch als Basse-Bourgogne bezeichnet.

Historie

Burgund ist eine der ältesten und bedeutendsten Weinbauregionen in Frankreich. Der Weinbau wurde schon vor den später kommenden Römern durch die Griechen beeinflusst. Diese lieferten Wein und Kunstgegenstände an die damals hier lebenden Kelten (Gallier). Der berühmte Krater von Vix (ein Mischkrug für Wein) in einem keltischen Fürstinnengrab aus dem 6. Jahrhundert vor Christi bezeugt den Handel zwischen den beiden Völkern. Die ersten Zeugnisse über Weinbau stammen aus dem Jahre 312 aus einer Schrift an Kaiser Konstantin (288-337). Bischof Gregor von Tours (538-594) schrieb in seiner Geschichte über die Franken, dass in den Bergen westlich von Dijon ein edler mit dem Falerner vergleichbarer Wein wachse.

Nach der Legende besaß Kaiser Karl der Große (742-814) einen heute noch bestehenden Weinberg in der Gemeinde Aloxe-Corton. Burgund bestand ab dem Jahre 879 aus zwei Königreichen und war von 947 bis 1493 ein eigenständiges Herzogtum. Die große Bedeutung der katholischen Kirche für den französischen und europäischen Weinbau ist untrennbar mit den Zisterziensern verbunden. Dieser Orden wurde im Kloster Cîteaux im Jahre 1098 von Robert de Molesme gegründet. Im Jahre 1308 wurde Avignon als Exil-Ort der Päpste begründet. Sie ergötzten sich am „Beaune-Wein“ und Papst Urban V. (1310-1370) erließ 1364 eine Bulle, in der er unter Androhung der Exkommunikation dem Abt von Cîteaux verbot, auch nur einen Tropfen Beaune-Wein nach Rom zu senden.

Unter dem burgundischen Herzog Philipp dem Guten (1396-1467) wurden im Jahre 1443 die berühmten Hospices de Beaune gegründet, deren Einkünfte von einem Weinberg stammen und seit nunmehr 600 Jahren für die Alten- und Krankenpflege verwendet werden. Dem Herzog wird zugeschrieben, persönlich eine Spielart der Sorte Pinot Noir ausgewählt und als zwingende Rebsorte für das Gebiet vorgeschrieben zu haben. Außerdem erließ er Gesetze, die im Burgund schon damals eine Art Appellationssystems darstellten. Zu dieser Zeit zählte Wein aus Beaune zu den berühmtesten der Welt. Der Geistliche Claude Arnoux (1695-1770) veröffentlichte im Jahre 1728 das Buch „La Situation de la Bourgogne“, in dem er die Burgunderweine und deren Bereitung beschrieb.

Die Geschichte des burgundischen Weinbaus verlief in den folgenden Jahrhunderten sehr wechselhaft. In den 1930er-Jahren kam es durch Spätfolgen des Ersten Weltkrieges (1914-1918), Abstinenzbewegungen und mehrjährige Missernten zu einer großen Absatzkrise, die viele Gutsbesitzer dazu zwang, ihre Weingärten zu verkaufen. Zwei burgundische Patrioten gründeten deshalb 1934 die Weinbruderschaft Confrérie des Chevaliers du Tastevin, um die Tradition des Burgunderweines zu wahren. Diese organisiert jährliche Veranstaltungen wie die Les Trois Glorieuses und Saint-Vincent Tournante.

Über 10.000 Winzer bewirtschaften rund 40.000 Hektar Rebfläche. Die meisten besitzen nur ein bis zwei Hektar, deshalb wird Burgund auch als „Land der kleinen Grundstücks-Besitzer“ bezeichnet. Nur rund ein Drittel davon betreibt ausschließlich Weinbau. Die großen Weingüter heißen hier nicht wie im BordeauxChâteau“, sondern zumeist „Domaine“. Die sehr unterschiedlichen Böden bestehen aus Granit- und Schiefer, Mergel und Kalkstein sowie Kies und Lehm. Das weitgehend kontinentale Klima ist von kalten Wintern und auf Grund der nördlichen Lage relativ kurzen Sommern geprägt. In den Monaten Mai und Juni sowie Oktober gibt es oft ergiebige Niederschläge.

Klassifizierung

Im zentral organisierten Qualitätseinstufungs-System für die Appellationen spielt der Terroir-Gedanke eine große Rolle. Kleine nebeneinander liegende Parzellen sind oft völlig unterschiedlich. Zum Beispiel wurden im Bereich Côte de Nuits rund 60 verschiedene Bodentypen ermittelt, die sich durch physikalisch und chemische Merkmale, Hanglage etc. unterscheiden und schon vor langer Zeit zu einer Einstufung in Qualitätsklassen geführt haben. Jeder einzelne Weinberg (Cru, Climat) an der Côte d’Or und in Chablis (allerdings nicht im Beaujolais und Mâconnais) ist genau erfasst. Das für die gesamte Region mit über 100 Appellationen gültige System gilt als kompliziert, ist jedoch gegenüber der Bordeaux-Klassifizierung eben einheitlich. Zum Gutteil basiert es auf dem bereits 1861 von Jules Lavalle (1820-1880) erstelltem System. Dieses ist im Detail unter Burgund-Klassifizierung beschrieben.

Ab den 1990er-Jahren erfolgte im Burgund ein Umdenken in Richtung naturnaher Weinbau. Anne-Claude Leflaive, die Besitzerin der Domaine Leflaive, warnte vor den Folgen der ausbeuterischen Bewirtschaftung und prophezeite, dass es in absehbarer Zeit keine burgundischen Weingärten und keine Weine mehr geben würde, sollte man sich nicht um die Böden kümmern. Ihr Weingut und auch die berühmte Domaine de la Romanée-Conti stellten auf Biodynamischen Weinbau um und waren damit Vorreiter nicht nur im Burgund, sondern ganz Frankreich und anderen Ländern für Biologischen (Ökologischen) Weinbau.

Zu rund 75% werden Weißweine und zu 25% Rot- und Roséweine produziert. Der große Unterschied zum Bordeaux und auch anderen Regionen ist, dass die Weine zumeist sortenrein produziert werden. Auf Grund der klimatischen Bedingungen sind frühreifende Sorten am besten geeignet. Die vier dominierenden Sorten sind Chardonnay und Aligoté für Weißweine, sowie Pinot Noir und Gamay (Beaujolais) für Rotweine.

Appellationen

Die größten Bereiche (wo weitere Appellationen angeführt sind):

Karte von Burgund - Appellationen
Von DalGobboM¿!i? - Eigenes Werk, GFDL, Link 
bearbeitet von Norbert F. J. Tischelmayer

Die Côte d’Or - treffend „Goldener Hang“ - ist das Herz- und Prunkstück von Burgund mit vielen berühmten Weingemeinden als eigenständige Appellationen. Die besten Rotweine wachsen im nördlichen Teil Côte de Nuits in den Gemeinden Chambolle-Musigny, Gevrey-Chambertin und Vosne-Romanée mit vielen hochklassifizierten Climats/Lagen (Grands Crus und Premiers Crus). Spitzen-Weißweine kommen aus den Bereichen Aloxe-Corton, Chablis, Meursault und Montrachet (Chassagne-Montrachet und Puligny-Montrachet). Burgundische Spitzengewächse zählen zu den besten und teuersten Weinen der Welt.

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