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Spanien

D.O. La Mancha

D.O. La Mancha

D.O. La Mancha - Beschreibung

Historische Landschaft im Zentrum Spaniens, geographisch als Kastilien-La Mancha (Castillo-La Mancha) und früher als Neu-Kastilien (Castilla la Nueva) bezeichnet. Die Region ist mit knapp 80.000 Quadratkilometer nach dem nördlich liegenden Kastilien-León (Alt-Kastilien) und dem südlichen Andalusien die drittgrößte Spaniens. La Mancha und die westlich davon liegende Region Extremadura zählen zur riesigen Plateaulandschaft Meseta. Berühmt wurde sie vor allem durch den Schriftsteller Miguel de Cervantes (1547-1616) und seinen Roman „Don Quijote de la Mancha“. In der riesigen Ebene mit den typischen Windmühlen gibt es extreme klimatische Bedingungen mit frostigen Wintern bis unter 20 °C minus und heißen sehr trockenen Sommern mit häufig bis über 40 °C (der maurische Name „Manxa = gedörrtes Land“ ist sehr treffend, auf spanisch bedeutet es „der Fleck“).

La Mancha - Windmühle

Durchschnittlich täglich gibt es mehr als acht Stunden Sonnenschein und das alle 365 Tage im Jahr. Die Niederschlagsmenge ist mit durchschnittlich 300 bis 400 mm im Jahr sehr niedrig. Der Boden besteht zum größten Teil aus rotbraunem Sand und Lehm mit kleineren Kalkinseln. Die Bestockungs-Dichte in den Weinbergen ist sehr gering (2,5 Meter Abstand) und die Kulturen sind niedrig gehalten, damit jeder Rebstock auf Grund der Trockenheit genügend Wasser bekommt. Das eigenartige, schachbrettartige Muster der Weingärten nennt man Marco real. Die Weinberge des riesigen Gebietes machen mit 450.000 Hektar Rebfläche rund die Hälfte der gesamten Rebfläche Spaniens aus und sind damit eindeutig der weitaus größte Weinbaubereich der Welt.

Der wie die Region benannte DO-Bereich La Mancha deckt zwar nur einen Teil des riesigen Gebietes ab, ist aber mit knapp 200.000 Hektar dennoch der bei weitem größte von Spanien. Es gab und gibt immer wieder Versuche, La Mancha in mehrere Subbereiche aufzuteilen, die aber bislang scheiterten. Weitere eigenständige DO-Bereiche in der Region sind Almansa, Manchuela, Méntrida, Mondéjar, Ribera del Júcar, Uclés und Valdepeñas. Außerdem gibt es acht als Vino de Pago klassifizierte Bereiche, das sind Campo de la Guardia, Dehesa del Carrizal, Dominio de Valdepusa, Finca Élez, Pago Calzadilla, Pago Casa del Blanco, Pago Florentino und Pago Guijoso.

La Mancha reicht unterhalb von Madrid fast 200 Kilometer tief in den Süden bis an die Grenze Andalusiens. Mehr als drei Viertel der Rebfläche ist mit der weißen Rebsorte Airén bestockt. Sie wurde nach der Reblaus-Katastrophe massiv eingesetzt, weil sie für das heiße und trockene Klima (weshalb Pilzkrankheiten fast unbekannt sind) ideal geeignet ist. Zum großen Teil werden daraus einfache Weißweine und Grundweine für Destillate produziert. Ab Mitte der 1980er-Jahre trat ein Wandel hin zu Qualitätsweinen ein. Beim EU-Eintritt im Jahre 1986 musste sich Spanien verpflichten, rund ein Drittel der Rebflächen zu roden bzw. stillzulegen. Weitere Weißweinsorten sind Pardilla (Pardillo), Viura (Macabeo), Sauvignon Blanc und Chardonnay. Die wichtigste Rotweinsorte ist Cencibel (Tempranillo), weitere sind Garnacha Tinta, Moravia Agria, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah.

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