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Österreich

Leithaberg DAC

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Leithaberg DAC

Leithaberg DAC - Beschreibung

Eines der fünf spezifischen Weinbaugebiete im österreichischen Bundesland bzw. generischen Weinbaugebiet Burgenland. Im Jahre 2016 erfolgte eine Neustrukturierung mit Änderungen in den Bezeichnungen sowie der Gebietsgrenzen. Leithaberg umfasst Teile der Weinbaugebiete Neusiedlersee-Hügelland (die Bezeichnung gibt es nicht mehr) und Neusiedlersee. Das sind die Freistadt Eisenstadt, der politische Bezirk Eisenstadt-Umgebung mit den Gemeinden Breitenbrunn, Donnerskirchen, Großhöflein, Hornstein, Loretto, Mörbisch, Oggau, Oslip, Purbach, St. Margarethen, Schützen am Gebirge, Siegendorf, St. Georgen, St. Margarethen, Wulkaprodersdorf und Zagersdorf, sowie die Gemeinden Jois und Winden (beide vorher Neusiedlersee). Auf eigenen Wunsch gehört die Gemeinde Rust nicht dazu (zählt zu keinem Gebiet mehr). Außerdem wurden Leithaberg auch einige Rieden der Gemeinde Neusiedl am See zugeordnet, der Rest der Neusiedler Rieden zählt zum Weinbaugebiet Neusiedlersee.

Leithaberg - Donnerskirchhen mit Riede Reifring

Bei Zagersdorf entdeckte man keltische Hügelgräber aus dem 7. Jahrhundert vor Christi mit Traubenkern-Resten. Deshalb zählt der Ort neben Stillfried im Weinviertel als älteste österreichische Weinbaugemeinde. Einige Jahrhunderte später pflanzten römische Siedler Rebstöcke und initiierten den Weinbau. Das Burgenland war im 16. und 17. Jahrhundert stark von den Einfällen der Türken betroffen. Aus der Zeit der ersten Türkenbelagerung Wiens 1529 stammt auch die bekannte Legende vom „Purbacher Türken“, der auf Grund übermäßigen Weingenusses den Abmarsch seiner Truppen verschlief. Als er erwachte, kletterte er in einem Kamin empor und blieb am Ende stecken. Man ließ ihn leben, er hat später eine Purbacherin geehelicht und ist sogar Weinbauer geworden.

Leithaberg - Karte mit Rebflächen

Aus der Gemeinde Donnerskirchen stammt aus dem Jahre 1526 eine der ältesten, urkundlichen Erwähnungen einer Trockenbeerenauslese, der so genannte Lutherwein. Und in Mörbisch wurde der „Opernballwein“ für den berühmten Ball in der Wiener Staatsoper kreiert. Bekannte Rieden sind Altenberg, Bandkräftn, Gmärk, Goldberg, Greiner, Mariental, Steinmühle und Tatschler. Das pannonische Klima ist durch milden Frühling, trockenen Sommer und zumeist schönen Herbst geprägt. Das Gebiet erstreckt sich an der Grenze zu Ungarn entlang des Neusiedlersees, der klimaregulierend und als Wärmespeicher wirkt. Die Landschaft ist deshalb auch von Schilf und Wasser geprägt. Das Leithagebirge als letzter Ausläufer der Alpen im Norden bildet einen Schutzwall gegen kalte Winde. Die Böden auf etwa 400 Meter Seehöhe bestehen aus Muschelkalk und Schiefer mit höherem Lehmanteil am Fuß der Hänge.

Rebsortenspiegel

Im Jahre 2017 umfassten die Weingärten insgesamt 3.097 Hektar Rebfläche. Das vormalige Weinbaugebiet Neusiedlersee Hügelland war 2009 mit 3.576 Hektar wesenlich größer, was aber auf Grund geänderter Grenzen nicht vergleichbar ist. Der Anteil der Weißweinsorten beträgt 54,7%, der Anteil der Rotweinsorten 55,3%.

Rebsorte - österr.
Hauptname
in Österreich offiziell zulässige
Synonyme
Farbe Hektar
2017
%-Ant
2017
Hektar
2009
Blaufränkisch - rot 637 20,6 879
Grüner Veltliner Weißgipfler weiß 520 16,8 560
Welschriesling - weiß 353 11,4 385
Zweigelt Blauer Zweigelt, Rotburger rot 348 11,2 369
Chardonnay Morillon - im Bgld nicht verwendet weiß 161 5,2 144
Weißer Burgunder Pinot Blanc, Klevner weiß 142 4,6 166
Müller-Thurgau Rivaner weiß 97 3,1 127
Cabernet Sauvignon - rot 88 2,8 102
Merlot - rot 86 2,8 83
Blauer Burgunder Pinot Noir, Blauer Spätburgunder rot 82 2,6 105
Sauvignon Blanc Muskat-Sylvaner weiß 80 2,6 67,5
Muskat-Ottonel - weiß 65 2,1 74
Neuburger - weiß 60 1,9 78
St. Laurent - rot 57 1,8 49
Gem. Satz weiß - weiß 49 1,6 66
Muskateller Gelber M., Roter M. / Muscat Blanc weiß 34,3 1,1 26
Blauburger - rot 32 1,0 42
Syrah Shiraz rot 30,4 1,0 25
Weißer Riesling Riesling, Rheinriesling weiß 29,5 1,0 37
Traminer Gewürztraminer, Roter T., Gelber T. weiß 25,3 0,8 38,5
Goldburger - weiß 22,6 0,7 29
Bouvier - weiß 17,5 0,6 20
Cabernet Franc - rot 15,7 0,5 9,2
Roesler - rot 15,5 0,5 11
Scheurebe Sämling 88 weiß 12,0 0,4 15
Grauer Burgunder Pinot Gris, Ruländer weiß 8,1 0,3 13
Blauer Portugieser - rot 7,2 0,2 15
Frühroter Veltliner Malvasier weiß 5,4 0,2 7,5
Rathay - rot 2,3 ,01 -
Jubiläumsrebe - weiß 0,8 - 2
Furmint - weiß 0,6 - 6
Sylvaner Grüner Sylvaner weiß 0,6 - 0,7
Roter Veltliner - weiß 0,3 - 0,3
Rotgipfler - weiß 0,2 - 0,1
and. weiße Sorten - weiß 11,2 0,4 14,5
and. rote Sorten - rot 4,9 0,2 0,1
WEISSE SORTEN     1,693 54,7 1.875
ROTE SORTEN     1.404 45,3 1.701
GESAMT     3.097 100 3.576

 

DAC-System

Ab Jahrgang 2008 (Rotweine) bzw. 2009 (Weißweine) wurde die herkunftskontrollierte Qualitätsstufe Leithaberg DAC eingeführt. Alle anderen Qualitätsweine müssen mit der Herkunft Burgenland, die Landweine unter der Weinbauregions-Bezeichnung Weinland vermarktet werden. Die Administration, sowie die Herstellung der Pegelweine für die Qualitätssicherung erfolgt durch den Verein Leithaberg. Es gibt Rot- und Weißweine. Der Rotwein muss aus Blaufränkisch gekeltert werden, wobei ein Verschnitt bis insgesamt maximal 15% mit den Sorten Pinot Noir, St. Laurent und Zweigelt zulässig ist. Er wird im Holzfass mit dezenter Holznote (Toastaroma) ausgebaut. Sie dürfen frühestens am 1. September des auf die Ernte zweitfolgenden Jahres vermarktet werden.

Für die Weißweine können die Sorten Chardonnay, Grüner Veltliner, Neuburger und Pinot Blanc sortenrein oder in beliebiger Cuvée verwendet werden. Sie werden hauptsächlich im Holzfass (egal welcher Größe) trocken ausgebaut und sollen Langlebigkeit und Entwicklungspotential aufweisen. Der Alkoholgehalt muss zumindest 12,5 bis maximal 13,5% vol betragen. Der Geschmack soll lokale Typizität mit den Attributen würzig, elegant und mineralisch aufweisen. Eine vordergründige Primärfrucht und ein merkbarer Holzton (Toastaroma) sind nicht erwünscht. Die Weine dürfen frühestens am 1. September des auf die Ernte folgenden Jahres vermarktet werden.

Produzenten

Bekannte Produzenten sind Bachkönig, Bayer Josef, Bichler Hans, Braunstein Birgit, Elfenhof, Esterházy, Feiler-Artinger, Fink Hermann, Giefing Erich, Gmeiner Bert, Grenzhof-Fiedler, Hammer Markus, Hartl Toni, Höpler Christof, Humer Gert, Kaiser Rudolf, Kloster am Spitz, Klosterkeller Siegendorf, Kollwentz, Kraft Harald, Kugler Josef, Leberl Alexander, Liegenfeld, MAD Haus Marienberg, Mariell, Moser Hans, Nehrer Johann, Piribauer, Pretterebner Rolf, Prieler Georg, Rainprecht Christian, Rebhof Sommer, Schandl Peter, Scheiblhofer, Schindler Franz, Schindler Harald, Schönberger, Schröck Heidi, Schuster Rosi, Seiler Georg, Sommer Franz, Sommer Leopold, Tinhof Erwin, Triebaumer Ernst, Triebaumer Günter, Weinmanufaktur Follner und Wenzel Robert.

Donnerskirchen: © ÖWM - Marcus Wiesner
Karte: © ÖWM

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