Mosel

5 Anbaugebiete

Die Rebflächen des deutschen Anbaugebietes liegen im Bundesland Rheinland-Pfalz sowie zu einem kleinen Teil auch im Bundesland Saarland. Die 8.976 Hektar umfassenden Weinberge liegen entlang der Mosel vom Quellgebiet in den Vogesen an der Grenze Luxemburgs bis zu ihrer Einmündung in den Rhein bei Koblenz sowie an den beiden Nebenflüssen Saar und Ruwer. Diese drei Flüsse gaben dem Anbaugebiet den alten bis Herbst 2007 gültigen Namen Mosel-Saar-Ruwer. An der oberen Mosel liegen die ältesten Weinberge Deutschlands, hier betrieben schon die Römer im 1. Jahrhundert v. Chr. Weinbau und gründeten 15 v. Chr. die Stadt Augusta Treverorum, das heutige Trier. In den Gemeinden Piesport und Erden sind noch Reste von alten römischen Pressen zu besichtigen.

Piesport und Erden - Reste römischer Pressen
Die zwei römischen Dichter Ausonius (310-395) und Venantius Fortunatus (530-610) 588 beschrieben bei Bootsfahrten auf der Mosel die Schönheit der Landschaft. Im Mittelalter besaß der Benediktinerorden viele Weinberge entlang den Ufern der drei Flüsse, wovon auch viele Einzellagennamen bezeugen. Der französische Kaiser Napoleon Bonaparte (1769-1821) erließ nach der Besetzung dieses Gebietes im Jahre 1807 ein Gesetz, dessen negative Nachwirkungen bis heute zu verspüren sind. Um Großgrundbesitz zu verhindern ordnete er die so genannte „Realteilung“ an, durch die bei einer Vererbung der Grundbesitz unter allen Nachkommen gleichmäßig aufzuteilen war. Die Folge war eine Zersplitterung in unzählige häufig extrem kleine Flächeneinheiten.

Beim Wiener Kongress im Jahre 1815 wurde das ehemals kurtrierische Gebiet dem preußischen Staat zugeschlagen. In der Folge gab es durch die königliche, preußische Regierung verschiedene Maßnahmen, um die wirtschaftliche Lage der Moselwinzer zu verbessern. Dazu zählen die Klassifikation der Weinbergslagen mit der berühmten Preußischen Lagenklassifikation, die Gründung des Weinbauvereins sowie die Errichtung von drei Weinbaudomänen an Mosel und Saar, wodurch eine Blütezeit des Moselweinbaus eingeleitet wurde. Damit wurde die Tradition des großen Weinliebhabers König Friedrichs des Großen (1712-1786) fortgesetzt, der schon im Jahre 1769 am Südhang des Klausberges im Park Sanssouci in Potsdam einen Weinberg anlegen ließ.

Das Anbaugebiet zählt zu den wärmeren Klimazonen Deutschlands. Die Mosel übt so wie alle Gewässer eine positive Wirkung aus bzw. schafft dafür die Voraussetzung durch die Bildung von Talhängen. Der Weinbau profitiert von der idealen Kombination aus steilen, sonneüberflutenden Hängen, den die Sonne reflektierenden Schieferböden und optimalem Niederschlagsverhältnis. In einigen Steillagen ist die Bearbeitung nur mittels spezieller Geräte und Monorackbahnen möglich. Zu den steilsten Weinbergen der Welt zählt Calmont mit bis 68° Neigung. Durch die Wärmespeicherung werden Fröste weitgehend verhindert. Es gibt nur geringe Temperaturschwankungen. In der Regel gibt es angenehm warme Sommer und nur mäßig kalte Winter. Die Böden bestehen am oberen Mosellauf aus Muschelkalk und Keuper, sowie am mittleren und unteren Mosellauf und in den Tälern von Saar und Ruwer aus Devon- und Tonschiefer. Der dunkle Tonschiefer kommt in rund der Hälfte der Weinberge vor.

Blick vom Bremmer Calmont und Monorackbahn

Das Schiefergestein speichert am Tag die Sonnenwärme und gibt diese nachts wieder ab, was für ein mildes Klima sorgt. Die Reben wurzeln in der Regel metertief im Boden bzw. Felsen. Viele kleine Winzer bearbeiten die oft terrassierten Steilhänge in mühsamer Handarbeit und liefern ihre Trauben an große Kellereien. Mosel ist in sechs Bereiche mit 19 Großlagen und 524 Einzellagen gegliedert. Die 242 Kilometer lange Moselweinstraße beginnt direkt hinter der deutsch-französischen Grenze in Perl, verläuft am Fluss entlang und überquert ihn dabei mehrmals. Im Verlauf berührt sie viele berühmte Weinbaugemeinden und endet schließlich in Koblenz.

Karte vom Anbaugebiet Mosel

Der Bereich Bernkastel oder auch Mittelmosel (ehemals Untermosel) bildet das Herzstück mit den meisten Weinbergen. Er erstreckt sich von Briedel im Norden flussaufwärts bis zur Moselmetropole Trier im Süden in einer Länge von etwa 50 Kilometern. Die Mosel durchfließt dabei das Gebiet in zehn relativ engen Schleifen. Der große Bereich umfasst knapp 6.000 Hektar Rebfläche und wird in die zehn Großlagen Badstube, Kurfürstlay, Michelsberg, Münzlay, Nacktarsch, Schwarzlay, St. Michael, Probstberg, Römerlay und Vom heißen Stein gegliedert. Hier befinden sich die bekanntesten Moselgemeinden und Weinberge. Zu den berühmtesten Einzellagen des Bereiches und auch Deutschlands gehört Bernkasteler Doctor. Sie zählt zur renommierten Großlage Badstube mit (unüblicherweise) ausschließlich erstklassigen Lagen. Zum weitaus überwiegenden Teil bestehen die tiefgründigen Böden aus dunkelblauem verwittertem Devonschiefer mit oft hohem Steingehalt, in der Gemeinde Ürzig gibt es auch Rotliegendes (roter Sandstein). Die bekanntesten Weinbaugemeinden mit ihren Einzellagen:

  • Avelsbach: Altenberg, Hammerstein, Herrenberg, Kupp, Rotlei
  • Bernkastel: Alte Badstube am Doctorberg, Bratenhöfchen, Doctor, Graben, Johannisbrünnchen, Kardinalsberg, Lay, Matheisbildchen, Rosenberg, Schlossberg, Stephanus-Rosengärtchen, Weisenstein
  • Brauneberg: Juffer, Juffer Sonnenuhr, Kammer, Klostergarten, Mandelgraben
  • Burgen: Bischofstein, Hasenläufer, Kirchberg, Römerberg
  • Enkirch: Batterieberg, Edelberg, Ellergrub, Herrenberg, Monteneubel, Steffensberg, Weinkammer, Zeppwingert
  • Erden: Bußlay, Herrenberg, Prälat, Treppchen
  • Graach: Abtsberg, Domprobst, Himmelreich, Josephshöfer
  • Kesten: Herrenberg, Paulinsberg, Paulinshofberger
  • Kinheim: Hubertuslay, Römerhang, Rosenberg
  • Klotten: Brauneberg, Burg Coreidelsteiner, Rosenberg
  • Klüsserath: Bruderschaft
  • Köwerich: Held, Laurentiuslay
  • Kröv: Burglay, Herrenberg, Kirchlay, Letterlay, Paradies, Steffensberg
  • Leiwen: Klostergarten, Laurentiuslay
  • Lieser: Niederberg-Helden, Rosenlay, Schlossberg, Süßenberg
  • Longuich: Herrenberg, Hirschlay, Maximiner Herrenberg
  • Lösnich: Burgberg, Försterlay
  • Maring-Noviand: Honigberg, Klosterberg, Lambertuslay, Römerpfad, Sonnenuhr
  • Mülheim: Amtgarten, Elisenberg, Helenenkloster, Sonnenlay
  • Neumagen-Drohn: Engelgrube, Großer Hengelberg, Häs’chen, Hofberger, Laudamusberg, Nußwingert, Rosengärtchen, Sonnenuhr
  • Piesport: Domherr, Falkenberg, Gärtchen, Goldtröpfchen, Grafenberg, Günterslay, Hofberger, Kreuzwingert, Schubertslay, Treppchen
  • Pölich: Held
  • Pünderich: Goldlay, Marienburg, Nonnengarten, Rosenberg
  • Reil: Falklay, Goldlay, Mullay-Hofberg, Sorentberg
  • Thörnich: Enggaß, Ritsch, Schießlay
  • Treis: Greth, Kapellenberg, Treppchen
  • Trier: Altenberg, Andreasberg, Augenscheiner, Benediktinerberg, Burgberg, Deutschherrenberg, Deutschherrenköpfchen, Herrenberg, Jesuitenwingert, Kupp, Kurfürstenhofberg, Rotlei, St. Martiner Hofberg, St. Martiner Klosterberg, St. Matheiser, St. Maximiner Kreuzberg, St. Petrusberg, Thiergarten Felsköpfchen, Thiergarten Unterm Kreuz
  • Traben-Trarbach: Burgberg, Gaispfad, Goldgrube, Hühnerberg, Klosterberg, Königsberg, Kräuterhaus, Kreuzberg, Schatzgarten, Schlossberg, Sonnenlay, Taubenhaus, Ungsberg, Würzgarten, Zollturm
  • Trittenheim: Altärchen, Apotheke, Felsenkopf, Leiterchen
  • Ürzig: Goldwingert, Würzgarten
  • Veldenz: Carlsberg, Elisenberg, Grafschafter Sonnenberg, Kirchberg, Mühlberg
  • Wehlen: Abtei, Hofberg, Klosterberg, Nonnenberg, Rosenberg, Sonnenuhr
  • Wintrich: Geierslay, Großer Herrgott, Ohligsberg, Stefanslay
  • Wittlich: Bottchen, Felsentreppchen, Klosterweg, Kupp, Lay, Portnersberg, Rosenberg
  • Wolf: Auf der Heide, Goldgrube, Schatzgarten, Sonnenlay, Klosterberg
  • Zeltingen: Deutschherrenberg, Himmelreich, Schlossberg, Sonnenuhr

Gemeinden Wolf und Kröv

Der Bereich Burg Cochem (ehemals Zell) wird nach den vielen terrassierten Hängen auch Terrassenmosel genannt. Er erstreckt sich an der unteren Mosel von Koblenz bis Zell und ist in die fünf Großlagen Goldbäumchen, Grafschaft, Rosenhang, Schwarze Katz und Weinhex gegliedert. Die Landschaft ist von vielen mittelalterlichen Burgen geprägt. Die Weinberge umfassen rund 1.500 Hektar Rebfläche. Die Hänge sind zum Teil extrem steil, so dass die Reben nur auf schmalen durch Mauern gesicherten Terrassen Platz finden. Zu den berühmtesten zählt die schon erwähnte Calmont, die auch ein besonderes Mikroklima auszeichnet. Die Böden bestehen aus Ton- und Siltschiefer, die häufig mit Kalk, Quarzit oder Sandstein durchsetzt sind. Bekannte Weinbaugemeinden mit ihren Einzellagen:

  • Alf: Arrasburg-Schlossberg, Burggraf, Herrenberg, Hölle, Kapellenberg, Katzenkopf, Kronenberg
  • Beilstein: Schlossberg, Silberberg
  • Bremm: Abtei Klosterstuben, Calmont, Frauenberg, Laurentiusberg, Schlemmertröpfchen
  • Bruttig-Fankel: Götterlay, Kapellenberg, Layenberg, Martinsborn, Pfarrgarten, Rathausberg, Rosenberg
  • Burg: Schlossberg, Thomasberg, Wendelstück
  • Cochem: Arzlay, Bischofsstuhl, Herrenberg, Hochlay, Klostergarten, Nikolausberg, Pinnerkreuzberg, Rosenberg, Schlossberg, Sonnenberg
  • Ebernach: Bischofsstuhl, Klostergarten, Sonnenberg
  • Ediger: Elzhofberg, Feuerberg, Osterlämmchen
  • Eller: Bienenlay, Calmont, Engelströpfchen, Höll, Kapplay, Pfirsichgarten, Schützenlay, Stubener Klostersegen
  • Ernst: Feuerberg, Kirchlay
  • Hatzenport: Burg Bischofstein, Kirchberg, Stolzenberg
  • Merl: Adler, Fettgarten, Klosterberg, Königslay-Terrassen, Sonneck, Stephansberg
  • Mesenich: Abteiberg, Deuslay, Goldgrübchen
  • Neef: Frauenberg, Petersberg, Rosenberg
  • Pommern: Goldberg, Rosenberg, Sonnenuhr, Zeisel
  • Senheim: Bienengarten, Lay, Römerberg, Rosenberg, Rüberberger Domherrenberg, Vogteiberg, Wahrsager
  • St. Aldegund: Himmelreich, Klosterkammer, Palmberg-Terrassen
  • Valwig: Herrenberg, Palmberg, Schwarzenberg
  • Winningen: Brückstück, Domgarten, Hamm, Röttgen, Uhlen
  • Zell: Burglay-Felsen, Domherrenberg, Geisberg, Kreuzlay, Marienburger, Nußberg, Petersborn-Kabertchen, Pommerell, Römerquelle, Rosenborn

Gemeinden Eller, Neef und Bremm
Die Moselschleife mit Blick von der Einzellage bzw. dem Berg Calmont. Rechts zu Füßen des Berges liegt die Gemeinde Bremm, links hinten die Gemeinde Eller und in der Mitte die Gemeinde Neef

Der Bereich Obermosel wird fallweise auch als Südliche Weinmosel bezeichnet. Er umfasst rund 670 Hektar Rebfläche südlich von Trier an der Grenze zu Luxemburg und ist in die zwei Großlagen Gipfel und Königsberg gegliedert. Die nur selten steilen Weinberge in weiten Tälern erstrecken sich von Perl bis Wasserliesch. Es herrschen nicht Schiefer-, sondern Muschelkalk-, Keuper- und Mergelböden vor. Deshalb wird der Bereich auch öfters mit der Champagne verglichen. Eine Besonderheit ist die uralte Rebsorte Elbling, aus der spritzige Sekte gekeltert werden. Bekannte Weinbaugemeinden mit ihren Einzellagen sind:

  • Fellerich: Schleidberg
  • Helfant-Esingen: Kapellenberg
  • Igel: Dullgärten
  • Kreuzweiler: Schloß Thorner Kupp
  • Langsur: Brüderberg
  • Liersberg: Pilgerberg
  • Mesenich: Held
  • Nittel: Blümchen, Hubertusberg, Leiterchen, Rochusfels
  • Palzem: Carlsfelsen, Lay
  • Rehlingen: Kapellenberg
  • Wasserliesch: Albachtaler, Reinig auf der Burg
  • Wellen: Altenberg
  • Wincheringen: Burg Warsberg


Der kleine Bereich Moseltor an der oberen Mosel wurde als eigener Bereich definiert, weil er im Bundesland Saarland liegt. Er umfasst rund 110 Hektar Rebfläche in der Gemeinde Perl mit den Einzellagen Hasenberg und St. Quiriniusberg (Großlage Schloss Bübinger).

Der großlagenfreie Bereich Ruwertal wurde 1998 vom Bereich Saar abgetrennt. Die steilen Weinberge mit nur 200 Hektar erstrecken sich großteils beiderseits des Moselnebenflusses zwischen Riveris und Trier-Ruwer. Die bevorzugten Lagen befinden sich in Seitentälern der Ruwer. Weinbau wurde hier schon in vorrömischer Zeit betrieben, weshalb man hier den Bereich als ältestes deutsches Weinbaugebiet reklamiert. Die flach- bis mittelgründigen Böden sind von verwittertem, zumeist blauem oder grauem Devonschiefer geprägt und besitzen einen hohen Feinerdeanteil. Mit rund 90% ist hier der Rieslinganteil am höchsten im Anbaugebiet. Die Durchschnittstemperaturen sind etwas niedriger als an der Mosel, die Weine sind deshalb wie an der Saar säurebetonter. Die Weinbaugemeinden mit ihren Einzellagen sind:

  • Eitelsbach: Karthäuserhofberg, Marienholz
  • Franzenheim: Johannisberg
  • Kasel: Dominikanerberg, Herrenberg, Hitzlay, Kehrnagel, Nies’chen, Paulinsberg, Timpert
  • Korlingen: Laykaul
  • Lorenzhof: Felslay, Mäuerchen
  • Maximin Grünhaus: Abtsberg, Bruderberg, Herrenberg
  • Mertesdorf: Herrenberg, Johannisberg
  • Morscheid: Dominikanerberg
  • Riveris: Heiligenhäuschen, Kuhnchen
  • Ruwer: Maximiner, Sonnenberg
  • Sommerau: Schlossberg
  • Trier: Karthäuserhofberg, Maximiner, Sonnenberg
  • Waldrach: Doktorberg, Ehrenberg, Heiligenhäuschen, Hubertusberg, Jesuitengarten, Jungfernberg, Krone, Kurfürstenberg, Laurentiusberg, Meisenberg, Sonnenberg

Der nach dem Fluss benannte Bereich Saar ist in die Großlage Scharzberg mit 22 Einzellagen gegliedert. Der Name der Großlage bezieht sich auf die hier berühmteste Einzellage Scharzhofberg. Der Bereich umfasst rund 730 Hektar Rebfläche, rund noch einmal so viel werden derzeit nicht bewirtschaftet. Er erstreckt sich von Filzen an der Moselmündung der Saar flussaufwärts bis Serrig, sowie im von Konz aus abzweigenden „Konzer Tälchen“, einem Seitental der Saar. Die Böden sind großteils von graublauem Hunsrückschiefer unterschiedlichen Verwitterungsgrades dominiert und sind mit tonhaltiger Braunerde durchsetzt. Die Weinberge liegen rund 50 bis 100 Meter höher und die Durchschnittstemperaturen sind etwas niedriger als an der Mosel. Der dadurch verzögerte Reifeprozess der Trauben ist einer der Gründe, warum hier die Rieslingweine etwas säurebetonter ausfallen. Die Weinbaugemeinden mit ihren Einzellagen sind:

Weinberge an der SaarBekannte Produzenten sind Agritiushof, A. J. Adam, Bastgen, Bauer Jörg, Becker-Steinhauer, Bernkasteler Ring, Berres, Berweiler-Merges, Bischöfliche Weingüter Trier, Blees-Ferber, Boendgen, Brohl Frank, Böcking Richard, Busch Clemens, Carl Loewen, Caspari-Kappel, Clüsserath Ansgar, Clüsserath-Eifel, Clüsserath Ernst, Clüsserath-Hilt, Clüsserath-Weiler, Dax, Deutschherrenhof, Dr. Fischer, Dr. F. Weins-Prüm, Dr. Heinz Wagner, Dr. Hermann, Dr. Leimbrock - C. Schmidt, Dr. Loosen, Großer Ring VDP Mosel, Dr. Pauly-Bergweiler, Egon Müller-Scharzhof, Eifel Bernhard, Eifel Franz-Josef, Erben von Beulwitz, Erbes Karl, Fendt Weinfamilie, Fischer Stephan, Forstmeister Geltz-Zilliken, Franzen Michael, Franzen Reinhold, Freiherr von Heddesdorff, Freiherr von Schleinitz, Frieden-Berg, Friedrich-Kern, Friedrich-Wilhelm-Gymnasium, Fries Reiner, Fuchs Reinhold, Gebr. Ludwig, Geheimrat J. Wegeler Erben, Gietzen Albrecht, Gorges-Müller, Grans-Fassian, Haag Fritz, Haag Willi, Haart Johann, Haart Reinhold, Hain Kurt, Heymann-Löwenstein, Hövel, Hubertushof, Immich-Batterieberg, Jakoby-Mathy, Joh. Jos. Christoffel Erben, Jos. Christoffel jr., Kallfelz, Kanzlerhof, Karlsmühle, Karthäuserhof, Kees-Kieren, Kerpen, Kettern Lothar, Kiebel Benedikt, Klein Louis, Knebel Beate, Knodt-Trossen, König Johann, Kranz-Junk, Kröber Rüdiger, Lauer Peter, Laurentiushof, Lehnert-Veit, Loersch-Eifel, Lorenz Nikolaus, Losen-Bockstanz, Lotz Klaus, Lubentiushof, Martin Conrad - Brauneberger Hof, Max Ferd. Richter, Maximin Grünhaus - Schlosskellerei C. von Schubert, Mertes Johann Peter, Milz-Laurentiushof, Molitor, Mönchhof Robert Eymael, Mosel 2000, Müllen Martin, Norwig, Othegraven, Paulinshof, Pauly Rudolf, Philipps-Eckstein, Prüm, Joh. Jos. Prüm, S. A. Prüm, Reh Winfried, Reichsgraf von Kesselstatt, Reinert, Resch Hans, Reuscher-Haart, Richter Richard, Römerhof, Roth Andreas, Schaefer Willi, Schloss Lieser, Schloss Saarstein, Schmitges, Schmitt Heinz, Schneiders Moritz, Schömann Martin, Schumacher Joachim, Schunk Paul, Schwaab Albert, Selbach-Oster, Später-Veit, Staatliche Weinbaudomäne Trier, Staffelter Hof, St. Anna, Steffens Ernst, Steinmetz Günther, St. Nikolaus-Hof, Stoffel Alfons, Studert-Prüm, St. Urbans-Hof, Thanisch Ludwig, Van Volxem, Vereinigte Hospitien, Vornhecke Stefanie, Weinhof Herrenberg, Willems-Willems, Wwe. Dr. H. Thanisch Erben Müller-Burggraef, Wwe. Dr. H. Thanisch Erben Thanisch und Zenzen Ewald.

Die Gesamtrebfläche hat sich in den letzten zehn Jahren um rund 1.400 Hektar verringert, das sind rund 13%. Der Anteil der Weißweintrauben ist zwar von knapp 95 auf knapp 91% gesunken, ist aber nach wie vor unter allen 13 Anbaugebieten am höchsten (es folgt der Rheingau mit knapp 85%). An der Spitze liegen in gleicher Reihenfolge dieselben acht Rebsorten. Es dominiert mit 60% eindeutig der Riesling. Eine Besonderheit ist die sehr alte Sorte Weißer/Roter Elbling, die fast zu 100% nur an der Mosel angebaut wird. Allerdings hat sich der Bestand um nahezu die Hälfte reduziert. So wie in den anderen Anbaugebieten haben auch noch viele andere deutsche Neuzüchtungen stark an Boden verloren. Der Rebsortenspiegel Status 2009 (0 = kleiner als 0,5 Hektar):

Rebsorte
dt. Hauptname
In Deutschland
gebräuchliche Synonyme
Farbe Hektar
2009
%-
Ant
Riesling Weißer Riesling weiß 5.382 60,0
Müller-Thurgau Rivaner weiß 1.252 13,9
Weißer Elbling
Roter Elbling
Elbling, Kleinberger weiß 556
9
6,2
0,1
Spätburgunder
inklusive Samtrot
Pinot Noir, Blauer S., Blauburgunder
Blauer Spätburgunder Klon Samtrot
rot 358 4,0
Kerner - weiß 355 4,0
Dornfelder - rot 326 3,6
Weißer Burgunder Pinot Blanc, Weißburgunder weiß 256 2,9
Ruländer Pinot Gris, Grauburgunder weiß 85 0,9
Bacchus - weiß 79 0,9
Regent - rot 59 0,7
Chardonnay - weiß 36 0,4
Auxerrois Kleiner Heunisch weiß 28 0,3
Reichensteiner - weiß 25 0,3
Ortega - weiß 18 0,2
Bouvier Findling weiß 14 0,2
Optima Optima 113 weiß 14 0,2
St. Laurent - rot 13 0,1
Müllerrebe Schwarzriesling, Pinot Meunier rot 10 0,1
Dunkelfelder - rot 9 0,1
Merlot - rot 9 0,1
Frühburgunder Blauer Frühburgunder, Clevner rot 8 0,1
Sauvignon Blanc Muskat-Sylvaner weiß 8 0,1
Roter Traminer Traminer / Gewürztraminer weiß 7 0,1
Domina - rot 6 0,1
Johanniter - weiß 5 -
Acolon - rot 4 -
Cabernet Sauvignon - rot 3 -
Ehrenfelser - weiß 3 -
Phoenix - weiß 3 -
Scheurebe Sämling 88 weiß 3 -
Cabernet Dorsa - rot 2 -
Cabernet Mitos - rot 2 -
Dakapo - rot 2 -
Huxelrebe - weiß 2 -
Juwel - weiß 2 -
Kernling - weiß 2 -
Portugieser Blauer Portugieser rot 2 -
Solaris - weiß 2 -
Cabernet Dorio - rot 1 -
Ehrenbreitsteiner - weiß 1 -
Faberrebe - weiß 1 -
Morio-Muskat Morio weiß 1 -
Gelber Muskateller
Roter Muskateller
Muskateller / Muscat Blanc weiß 1
0
-
-
Rieslaner - weiß 1 -
Arnsburger - weiß 0 -
Bronner - weiß 0 -
Cabernet Cortis - rot 0 -
Cabernet Cubin - rot 0 -
Cabernet Franc - rot 0 -
Deckrot - rot 0 -
Fontanara - weiß 0 -
Goldriesling (1) Gelbriesling, Goldmuskat weiß 0 -
Hölder - weiß 0 -
Limberger/Lemberger Blaufränkisch, Blauer Limberger rot 0 -
Merzling - weiß 0 -
Muskat-Ottonel - weiß 0 -
Orion - weiß 0 -
Palas - rot 0 -
Perle - weiß 0 -
Prinzipal - weiß 0 -
Regner - weiß 0 -
Rondo - rot 0 -
Rubinet - rot 0 -
Schönburger - weiß 0 -
Siegerrebe - weiß 0 -
Syrah Shiraz rot 0 -
sonst. weiße Sorten - weiß 5 0,1
sonst. rote Sorten - weiß 1 -
WEISSE SORTEN     8,160 90,9
ROTE SORTEN     816 9,1
GESAMT     8.976 100

 

Im Weinführer finden Sie
aktuell 117 160 Weine und 23 281 Erzeuger, davon 6 439 klassifizierte Erzeuger.

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