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Italien

Sardinien 27 Anbaugebiete

Sardinien - Beschreibung

Die Region (ital. Sardegna) mit der Hauptstadt Cagliari ist nach Sizilien die zweitgrößte Insel im Mittelmeer. Geologisch gesehen ist sie der älteste Teil Italiens und war einmal mit dem Festland verbunden. Sie gliedert sich in die vier Provinzen Sassari im Nordwesten, Oristano im Westen, Cagliari im Süden und Nuoro im Osten. Vor mehr als 3.000 Jahren schleppten die Ur-Sarden riesige Steine zu ihren Lebensorten, bearbeiteten sie mit primitiven Werkzeugen und schichteten sie übereinander. Diese über die ganze Insel verstreuten „Nuraghi“ sind das sardische Wahrzeichen und gaben auch der autochthonen weißen Rebsorte Nuragus den Namen. Schon im 9. Jahrhundert v. Chr. betrieben die Sarden Weinbau, wobei sie diese Kunst von den Phönikern erlernt hatten.

Durch die wechselvolle Geschichte unter Einfluss der Karthager, Römer, Vandalen, Byzantiner, Moslems, Pisaner und Genueser entwickelte sich hier ein vielfältiges Weinbauspektrum. Besonders die Spanier brachten ab dem 13. Jahrhundert viele Rebsorten mit und dies beeinflusste über Jahrhunderte die Eigenständigkeit der sardischen Rebsorten und die Weintypen. Vorwiegend von Rebsorten spanischen Ursprungs wurden früher großteils alkoholstarke und Dessertweine ähnlich dem Sherry oder Portwein produziert. Auch heute noch machen traditionellerweise auf hohen Alkoholgehalt gespritete, süße Liquoroso-Weine einen beträchtlichen Anteil aus.

Zu 85% besteht Sardinien aus Gebirgen und Hochflächen, Weinbau wird vor allem in der sanft hügeligen Campidano-Ebene zwischen Cagliari und Oristano und in der Alghero-Ebene betrieben. Die südliche Lage im Mittelmeer sichert reichlichen Sonnenschein. Besonders an der Südküste gibt es auch Trockenheit, deshalb wird eine künstliche Bewässerung forciert. Die Temperaturen sind aber sehr unterschiedlich. Im kühleren Norden entstehen vor allem frische, fruchtige Weißweine; die warme Süd- und Westseite bietet gute Bedingungen für Rot-, Weiß- und Dessertweine. Die zulässigen Ertrags-Grenzen sind gegenüber anderen Regionen relativ hoch.

Die Weinberge umfassen rund 26.500 Hektar Rebfläche. Zu zwei Dritteln werden Rotweine und zu einem Drittel Weißweine erzeugt. Die wichtigsten Weißweinsorten sind Chardonnay, Malvasia di Sardegna (Malvasia di Lipari), Moscato Bianco (Muscat Blanc), Malvasia di Lipari, Nasco, Nuragus, Nuragus Arrubiu, Nuragus Moscadeddu, Sauvignon (Sauvignon Blanc), Semidano, Torbato, Trebbiano Romagnolo, Trebbiano Toscano und Vermentino. Die wichtigsten Rotweinsorten sind Bovale Grande od. Bovale di Spagna od. Carignan (Mazuelo), Bovale Sardo od. Cagnulari (Graciano), Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Cannonau (Garnacha Tinta), Carcajolo Nero (Parraleta), Carmenère, Girò, Merlot, Monica (Monica Nera), Niedda Mannu (Pascale) und Sangiovese.

Die Reben werden besonders in den Ebenen immer noch in der traditionellen Erziehungsform Albarello (Gobelet) erzogen. Die Produktion wird weitgehend von großen Winzergenossenschaften (Cantina Sociale) beherrscht. Das größte Handelshaus für Wein auf Sardinien ist Sella & Mosca. Die 15 IGT-Bereiche (bzw. IGP - die Landweine) sind Barbagia, Colli del Limbara, Isola dei Nuraghi, Marmilla, Nurra, Ogliastra, Parteolla, Planargia, Provincia di Nuoro, Romangia, Sibiola, Tharros, Trexenta, Valle del Tirso und Valli di Porto Pino. Die 18 DOC/DOCG-Zonen sind:

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